

Der Alte FriedhofSeit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden auf dem Alten Friedhof keine Bestattungen mehr vorgenommen. Das Gelände ist nach und nach zu einem wildromantischen Park geworden mit alten, künstlerisch gestalteten Grabstätten zwischen zahlreichen Bäumen und einer Naturwiese. Hier fanden zahlreiche regional und überregional bedeutende Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte wie Wilhelm Conrad Röntgen, der Gießener Professor für Physik und Entdecker der nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Als frühester schriftlicher Beleg für das Bestehen des Friedhofs gilt ein heute im Leib’schen Haus stehender Grabstein aus dem Jahre 1551. Der Friedhof wurde 1529, als 1.500 Bürger während einer Pestepidemie starben, außerhalb der Stadt am Nahrungsberg angelegt. Durch die Stadtentwicklung befindet er sich heute fast im Zentrum. Die Kapelle kann dem Erbauer Johannes Ebel zum Hirsch in der Zeit von 1623 bis 1625 zugeschrieben werden. Um 1840 stürzte die baufällige Kapelle ein und wurde unter der Leitung von Hugo von Ritgen, dem ersten Professor für Kunstgeschichte und Architektur an der Gießener Universität, wieder aufgebaut. Die evangelische Luthergemeinde nutzt die Kapelle heute als Kirche. Auf einigen Gräberfeldern an der Nordseite des Alten Friedhofs sind Verstorbene der beiden früheren jüdischen Gemeinden Gießens bestattet. Folgende Themenführungen sind buchbar: • Kulturdenkmal und romantischer Park • Die Engel auf dem Alten Friedhof („Sind Engel männlich oder weiblich?“ - Grabplastik um 1900 auf dem Alten Friedhof) • Vergissmeinnicht und andere Symbolpflanzen auf dem Alten Friedhof |
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