Tourist-Information Gießen
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Gießen ist "Stadt des fairen Handels"

Seit April 2011 freut sich die Stadt Gießen über den Titel „Fairtrade-Town“


„Fairtrade-Towns“ gibt es mittlerweile in über 950 Kommunen, von San Francisco bis Kopenhagen, in 22 Ländern der Welt. Um ein „Fairtrade-Town“ zu werden, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden, die von der auszeichnenden Organisation TransFair beurteilt werden. Zu den Kriterien zählen u. a., dass Einzelhandelsgeschäfte, Cafés, Restaurants und öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen Produkte aus Fairem Handel anbieten müssen.

Zudem müssen fair gehandelte Waren Einzug in die Stadtverwaltung finden und das Thema an sich in den lokalen Medien behandelt werden.
Die jeweiligen genauen Vorgaben übertraf Gießen in den meisten Punkten, so dass die Stadt, auch aufgrund des fortgehenden Engagements, bei der üblich vorgesehenen Überprüfung des Titels in knapp zwei Jahren nichts zu befürchten haben wird.

Die Initiative hierfür war von einer Gruppe um den Gießener Weltladen und von SchülerInnen der Max-Weber-Schule ausgegangen, die wichtige Vorarbeit für den Titel Fairtrade-Town leisteten.

Eine Vielzahl von Geschäften, Gastronomiebetrieben, Hotels, Schulen und Vereinen tragen über ihr Engagement dazu bei, dass Gießen den Titel "Fairtrade-Town" gewinnen konnte. Hier können Sie nachschlagen um welche es sich hierbei handelt:

Hier gibt es fair gehandelte Produkte (PDF, 42 KB)

Aktuell

Auch auf dem Weihnachtsmarkt ist der faire Handel vertreten: In der Hütte der Pelikan-Apotheke werden ausschließlich Waren aus fairem Handel angeboten. Das Sortiment wurde in Zusammenarbeit mit dem Weltladen zusammengestellt. Ein Jahr nach der öffentlichen Entgegennahme des "Fairtrade"-Siegels für die Stadt Gießen auf dem letztjährigen Weihnachtsmarkt wird so der Fairtrade-Gedanke wieder aufgegrifffen und weiter verfolgt.

Kontakt:

Städtischer Koordinationspartner:
Christian Otto
Tel. 0641/ 306-1018
Email: E-Mail


Sprecher der Steuerungsgruppe "Fairtrade-Town":
Timo Wachter
Email: E-Mail


Hintergrund

Die Bewerbung der Stadt Gießen um die Auszeichnung „Fairtrade Town“ geht auf einen Beschluss des Stadtparlaments vom März vergangenen Jahres zurück. Darin war der Magistrat beauftragt worden, sich um den Titel „Fairtrade-Stadt – Stadt des fairen Handels“ zu bewerben, den der gemeinnützige Verein TransFair e.V. verleiht.

Fairtrade-Town-Antrag (PDF, 36 KB)

Im Anschluss hatte die Stadt eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, der Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Organisationen angehören. Diese Steuerungsgruppe arbeitet zusammen mit der Stadtverwaltung an der Erfüllung der Kriterien und die Entwicklung von weiteren Aktivitäten, um das Anliegen des fairen Handels in Gießen weiter voran zu bringen.

Schon im Jahr 2008 verabschiedete die Stadt die Millenniumserklärung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, die sich auf die Millenniumserklärung der Vereinten Nationen bezieht. Diese soll über verschiedene Maßnahmen zu einem Abbau der Armut in der Welt beitragen:

Milleniumserklärung-Antrag (PDF, 60 KB )

Millenniumserklärung des Deutschen Städte- und GemeindebundesDStGB (PDF, 236 KB)

Seit 2009 können sich auch Kommunen in Deutschland um den Titel „Fairtrade-Stadt“, „Fairtrade-Kreis“ oder „Fairtrade-Gemeinde“ bewerben. Im Fokus der Idee des Fairen Handels stehen immer die Produzenten aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Über 1,6 Millionen Kleinbauern und Arbeiterinnen mit ihren Familien profitieren in 54 Ländern vom gesiegelten Fairen Handel, denn dieser bedeutet faire Preise, langfristige Handelsbeziehungen, soziale Arbeitsbedingungen und Schutz der Umwelt. Ausbeutung durch Zwangs- oder Kinderarbeit ist verboten.