Kulturzeugnis und Aussichtspunkt
Ein Förderverein will den Bismarckturm mit Hilfe von Spenden sanieren und als Aussichtspunkt wieder zugänglich machen.
Der Turm
Der Bismarckturm steht auf der "Hardt", einer Anhöhe nordwestlich der Stadt Gießen, zwischen dem Evangelischen Krankenhaus und dem Oberen Hardthof.
Wegbeschreibung:
Von der B 249 (Verbindung AS Wettenberg der A 480 [Gießener Nordring] und B 49 [Gießen - Wetzlar] an der Abfahrt Heuchelheim abfahren. Auf die B 249 fahren und den Hinweisschildern Richtung Ev. Krankenhaus folgen.
Von der B 249 in Höhe Ev. Krankenhaus auf den Oberen Gleiberger Weg abbiegen und weiter bergauf fahren. Der Bismarckturm liegt ca. 250 m nördlich des Krankenhauses und ist auf den letzten Metern über einen Feldweg zu Fuß erreichbar.
Der Bismarckturm, früher auch Bismarcksäule genannt, wurde 1904 vom Lehrkörper und von Studierenden der Universität Gießen errichtet. Er ist einer von vielen Kulturdenkmälern, die im Zuge eines deutschlandweiten Bismarckturm-Booms ab den 1890er Jahren entstanden.
Der 15 Meter hohe Turm hat einen quadratischen Grundriss und ist aus mächtigen "Lungstein"quadern (einem Basaltlava-Gestein) erbaut. Auf der Eingangsseite befindet sich die namensgebenede Relief-Inschrift "BISMARCK", darüber ist ein betont flach gehaltenes Relief des Reichsadlers zu sehen, das vom Bildhauer Prof. Augusto Varnesi aus Frankfurt am Main angefertigt sein soll.
Über eine Steinwendeltreppe gelangte man bis zwei Meter unter die Aussichtsplattform. Über eine Eisentreppe war der Zugang zur Aussichtsplattform möglich. Auf dem Turmkopf wurde eine 8-eckige Feuerpfanne angebracht, die an bestimmten Tagen mit Scheitholz, Teer und Petroleum befeuert wurde.
Über Jahrzehnte hinweg bildete der Bismarckturm ein beliebtes Naherholungsziel und einen begehrten Aussichtspunkt. 1975 war es damit leider vorbei – aufgrund der potenziellen Gefährdung von Besuchern wurde die Eingangstür zugemauert. Auch wenn der Turm von außen scheinbar noch standfest aussieht, ist er innen marode und akut vom Einsturz bedroht.
Der Verein
Auf Initiative von Dr. Bernhard Höpfner haben Bürgerinnen und Bürger aus Gießen und Umgebung im Mai 2007 den „Förderverein Bismarckturm Gießen e.V.“ gegründet. Ziel des Vereins ist es, das Kulturdenkmal Bismarckturm zu retten und seine Aussichtsplattform wieder allen zugänglich zu machen.
Für diese Aufgabe werden schätzungsweise etwa 100.000 € benötigt, die der Förderverein mit Hilfe von Spenden und öffentlicher Unterstützung durch Stadt und Land zusammentragen will.
Der Verein betont, dass es ihm dabei um die Rettung des Turmes und die beeindruckende Aussicht von seiner Spitze geht und nicht um die Figur Otto v. Bismarck.
Kontakt und Unterstützung
Förderverein Bismarckturm Gießen e.V.
c/o Uferweg 20, 35398 Gießen
www.till-schuermann.de/bismarckturm/
Dr. Bernhard Höpfner, Tel. 0641 - 84477
Dipl. Ing. Reinhard Paul, Tel. 0171 - 8652394
Prof. Dr. Dietrich Wendler, Tel. 0641 - 46955
Spendenkonten:
Sparkasse Gießen
Spendenkonto: 200 714 147
BLZ: 513 500 25
Volksbank Mittelhessen
Spendenkonto: 474 939 00
BLZ: 513 900 00
Wenn Sie dazu beitragen möchten, dass der Bismarckturm wieder ein lohnendes Ausflugsziel wird, dann können Sie durch eine Spende oder die Mitgliedschaft im Förderverein dazu beitragen.
Der Verein ist gemeinnützig, Ihre Aufwendungen können Sie steuerlich absetzen. Bitte geben Sie bei der Überweisung Ihre Adresse an, damit wir Ihnen umgehend eine Spendenbescheinigung zusenden können
Downloads