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Schwellenländer - Supermächte

Risiken und Chancen in einer globalisierten Welt

Neue Ringvorlesung des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität

Aus den Wandlungsprozessen von Entwicklungsländern hin zu Supermächten ergibt sich eine Vielzahl von Konfliktpotentialen, mit denen sich die Ringvorlesung des Präsidenten
der Justus-Liebig- Universität Gießen (JLU) im Wintersemester 2011/2012 beschäftigen wird.
Hierbei spielen insbesondere Fragen der gerechten Verteilung von Ressourcen wie Land, Wasser und Bildung eine Rolle. Nicht weniger wichtig sind die Themen Gesundheits-versorgung und Wirtschaftsentwicklung.
Das steht in engem Zusammenhang mit der interdisziplinären Forschung in den lebenswissenschaftlichen Fächern der JLU. International renommierte Fachleute aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen werden sich mit globalen Fragestellungen rund um das Ressourcenmanagement im Rahmen des Wachstums verschiedener Schwellenländer (und zukünftiger Supermächte) auseinandersetzen.

Die Vorlesungsreihe begann am 31. Oktober mit einem Vortrag der Politikerin Heidemarie
Wieczorek-Zeul, MdB
, zum Thema "Armut und Hunger bekämpfen – Land Grabbing verhindern".
Der Hydrologe Stefan Uhlenbrook setzt die Vorlesungsreihe am 21. November mit einem Vortrag zum Thema "Wasser – Ein Schlüssel für nachhaltige Entwicklung fort".
Prof. Dr. Stefan Uhlenbrook ist Professor für Hydrologie und Direktor für Akademische Angelegenheiten an dem renommierten Institut UNESCO-IHE Institute for Water Education in Delft, Niederlande.
Die Geisteswissenschaftlerin Dorothea Rüland wird sich im dritten Vortrag am 5. Dezember mit dem Thema "Brain Drain oder Brain Circulation: Schwellen- und Entwicklungsländer im internationalen Wettbewerb" auseinandersetzen. Sie ist seit 1. Oktober 2010 General-sekretärin des Deutschen Akademischen Austausch-dienstes (DAAD) und hat im Rahmen ihrer Tätigkeit verschiedene Ländergruppen geleitet und u. a. in Thailand und Jakarta gelebt.
Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt am 12. Dezember mit dem Biologen Marcel Tanner zum Thema "Die vernachlässigten Krankheiten und Krankheiten der Armut – Heraus-forderungen und Chancen". Er ist seit 1997 Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public Health Instituts und Ordinarius an der philosophisch-naturwissenschaftlichen wie medizinischen Fakultät für Epidemiologie und medizinische Parasitologie an der Universität Basel und der Eidgenössisch Technischen Hochschule in Zürich und Lausanne.
Den fünften Vortrag am 16. Januar hält der Volkswirt Ulrich Hiemenz. Er beschäftigt sich mit dem Thema "Stehen wir an der Schwelle einer neuen Weltwirtschaftsordnung?"
Nach Abschluss seines Volkswirtschaftsstudiums sowie seiner Promotion in Regensburg war Prof. Dr. Ulrich Hiemenz am Institut für Weltwirtschaft in Kiel zuletzt als Leiter der Entwicklungsländerabteilung, in der volkswirtschaftlichen Abteilung der Asiatischen
Entwicklungsbank in Manila sowie als Direktor am OECD Development Centre in Paris in der Entwicklungsländerforschung tätig.
Den Abschluss der Ringvorlesung am 30. Januar gestaltet der Politikwissenschaftler Dirk Messner mit seinem Vortrag zum Thema "Tektonische Machtverschiebungen in Weltwirtschaft und Weltpolitik". Prof. Dr. Dirk Messner ist seit 2003 Direktor des Deutschen
Instituts für Entwicklungspolitik Bonn, stellvertretender Vorsitzender des „Wissenschaft-lichen Beirates der Bundesregierung  Globale Umweltveränderungen“ und Mitglied des „China Council on Global Cooperation on Development and Environment“.


Die Ringvorlesung wendet sich gleichermaßen an ein universitäres Publikum und an die Öffentlichkeit in Stadt und Region.

Veranstaltungsort ist die Aula im Uni-Hauptgebäude.

Beginn ist jeweils um 19 Uhr c.t.