Tourist-Information Gießen
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Berliner Platz 2 | 35390 Gießen
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Bronzene Trauerfigur am Gärtnerhäuschen

Herbst im Alten Friedhof

Im Hintergrund die beeindruckende Familiengrabstätte Gail-Mahla

Das Grab Hugo von Ritgens (links), der als Restaurator der Wartburg bekannt wurde.

Eines von zwei Jüdischen Grabfeldern auf dem Alten Friedhof

Die Friedhofskapelle im Schnee

Der Innenraum der Friedhofskapelle ist nur im Rahmen von Gottediensten oder Führungen zugänglich

Der Alte Friedhof ist vor allem als romatischer Park beliebt 

Der Alte Friedhof

Romantischer Park und Kulturdenkmal

Anschrift Haupteingang: Licher Straße
Öffnungszeiten Ganzjährig rund um die Uhr geöffnet.
Die Friedhofskapelle ist im Normalfall verschlossen und kann nur im Rahmen von Gottesdiensten, Führungen oder öffentlichen Veranstaltungen besichtigt werden.
Eintritt Eintritt frei
Führungen Die Tourist-Information Gießen bietet allgemeine und thematische Führungen über den Alten Friedhof an. Diese können als öffentliche Führungsangebote besucht oder für Gruppen separat bestellt werden.
Info für Behinderte  Für Rollstuhlfahrer gut zugänglich
Parken Parkmöglichkeiten entlang der Licher Straße
Busverbindungen Erreichbar mit der Stadtbus-Linie 2 (Zielhaltestelle "Nahrungsberg")
Gastronomie in der Nähe des Alten Friedhofs befinden sich die Restaurants:
Park-Restaurant Classic (im Hotel Steinsgarten)
Tandreas Hotel Restaurant
Pizza Pie
Caféteria  
Der Alte Friedhof wurde um 1530 im Zuge der Stadterweiterung unter Philipp dem Großmütigen am Nahrungsberg angelegt - für damalige Verhältnisse also weit außerhalb des neu entstehenden Festungswalls. Er ist heute ein kunst- und kulturhistorisch bedeutendes Parkdenkmal und spiegelt viele Facetten der Lokalgeschichte. Hier fanden Menschen aus allen Berufen und Ständen ihre letzte Ruhestätte.
 
Zu den vielen Persönlichkeiten aus Stadt und Universität zählt auch Wilhelm Conrad Röntgen (1845–1923), der Entdecker der in Deutschland nach ihm benannten Röntgen-Strahlen und erster Nobelpreisträger für Physik 1901. Er forschte und lehrte von 1879 bis 1888 als Professor für Physik an der Gießener Universität. Seine Bestattung im Gießener Familiengrab fand auf eigenen testamentarischen Wunsch hin statt. Im Theaterpark an der Südanlage, gleich neben dem Stadttheater, erinnert auch das sog. Röntgen-Denkmal an den weltberühmten Physiker.
 
Sehenswert ist außerdem die Friedhofskapelle, erbaut 1623–1625 unter dem Stadtbaumeister Johann Ebel zum Hirsch. Sein Portrait, das sich ursprünglich im Innenraum der Kapelle befand, hängt heute im Alten Schloss. Sowohl im Innenaum als auch an den Außenwänden der Kapelle sind kunsthistorisch wertvolle Grabmale bedeutender Persönlichkeiten aufgestellt. Von Innen ist die Kapelle allerdings nur im Rahmen von Gottesdiensten oder Führungen zu besichtigen, die die Tourist-Information Gießen anbietet. 

Die sehenswerte Fachwerkkapelle wurde 1860 durch Hugo von Ritgen restauriert. Der bekannte Architekt Hugo von Ritgen (1811 - 1889) war der erste Professor für Architektur und Kunstgeschichte der Universität Gießen und gilt als der erste Denkmalpfleger Deutschlands. Er restaurierte auch die berühmte Wartburg und die nahe gelegene Burg Gleiberg. Im Oberhessischen Museum (im Alten Schloss) sind zahlreiche von ihm angefertigte Zeichnungen und Aquarelle ausgestellt. 

Bestattungen finden auf dem Alten Friedhof übrigens nur noch selten statt; Beisetzungen sind nur als Urnenbestattung in den bereits existierenden Familiengräbern gestattet. 

Für die meisten Gießener ist der Alte Friedhof aber vor allem auch ein wild-romantischer Park. Jung und Alt nutzen diesen innenstadtnahen grünen Fleck für Momente der Ruhe und Entspannung. Mit seinem alten Baumbestand und seinem historischen Ambiente lädt der Alte Friedhof zu allen Jahreszeiten dazu ein.
 


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